Sonntag, 9. Februar 2014

Von Mauern und Flammen

©Amrun Verlag
Gewonnen habe ich dieses Buch bei Nicky, die von der Autorin Emilia Licht 3 eBooks für die Verlosung zur Verfügung gestellt bekam.
Danke euch beiden für dieses tolle Gewinnspiel, bei dem man über mehrere Tage Fragen beantworten sollte und ein Lösungswort erraten musste.
Ich wusste es schon nach dem 3. Tag :) PRAG, aber das lag auch wirklich nahe... :)

Als 1968er Kind, in der ehemaligen DDR geborenen, fand ich das Thema „Wende“, gepaart mit einer Liebesgeschichte, natürlich oberspannend. 
Kurzbeschreibung (Quelle: Klappentext, Amazon) 
Prag 1989: Radolf und Katja trifft es wie ein Blitz: Liebe auf den ersten Blick. Dabei kann nicht sein, was nicht sein darf, denn beide sind verheiratet. Also kämpfen sie mit aller Macht gegen ihre Gefühle, schalten die Vernunft ein und kehren zu ihren Familien nach Berlin und Potsdam zurück. Sie wollen einander vergessen. Doch dann fällt die Mauer und ihre Lebenspläne geraten ins Wanken. Radolf macht sich auf die Suche nach Katja und als er sie findet, beginnt erneut ein verzweifelter Kampf zwischen Herz und Verstand, den sie beinahe fünfzehn Jahre lang im Verborgenen führen.
Der Brand in der weltberühmten Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar bringt die
beiden ein letztes Mal zusammen. Dürfen sie nun auf eine gemeinsame Zukunft hoffen?
Ein Roman über die eine, die ganz große Liebe.

Einmal angefangen kann man dieses Buch nicht mehr zur Seite legen. Am Ende des Buches fühlte ich mich, als wäre ich gegen eine geschlossene Glastür gerannt. 

Das Ende ist unerwartet. Denkt man im ersten sprachlosen Moment, aber nach einigen Stunden (denn die braucht man, weil das Buch einen nicht loslässt), versteht man Zusammenhänge und dann ist es nicht mehr wirklich unerwartet. Aber es bleibt… beeindruckend. Zu einigen Figuren: Bevor ich das Buch selbst gelesen habe, habe ich mir keine Rezis angesehen. Ganz bewusst. Aber nun muss auch ich sagen, dass mir Radolf nie sympathisch war. Außer seiner Liebe zu Büchern konnte ich nichts an ihm mögen. 

Katja war mir anfangs auch spröde und ich hab sie nicht verstanden, ich wurde erst gegen Mitte des Buches mit ihr richtig warm. Auch hier hat mich jedoch von Beginn an unsere gemeinsame Liebe zu Büchern mit ihr verbunden. Das ist überhaupt ein wunderbarer roter Faden des Buches: die Bücher-Liebe.
Volker, Katjas Mann, wird liebevoll unsympathisch dargestellt und er tat mir als Wende-Opfer (teils weil er es so wollte und teils, weil die Umstände nach der Wende eben so waren) manchmal leid. Wie kann man so weltfremd sein?
Sandra, Radolfs Frau, fand ich anfangs bemitleidenswert, später einfach schrecklich.
Um Christiane und Gernot, Katjas Freunde, habe ich Katja beneidet und die wunderbare, einzigartige Frauenfreundschaft zwischen zwei wirklich unterschiedlichen Frauen sehr genossen. 

Magnus, Radolfs und dann auch Katjas Freund, ist eine Person, die man in seinem eigenen Freundeskreis ebenfalls unbedingt haben will.

Zum Inhalt:
Der Prolog, ein Brief von Radolf an seine Tochter, erleichtert das Einlesen ins Buch ungemein!
Neben dem Hauptthema, der heimlichen Liebe zwischen Katja und Radolf, wird ein bedeutendes Ereignis der deutschen Geschichte anschaulich dargestellt. Mit den Figuren erlebt man, wie sich die Wende auf die einzelnen Leben auswirkte und wie sich die Personen dadurch veränderten.
Für die Kapitel um den Brand in der weltberühmten Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar hat die Autorin so eindrucksvolle Worte gefunden, dass mir Tränen in den Augen standen und ich das Gefühl hatte, den Rauch zu riechen und die Geräuschkulisse zu hören. Der Zusammenhalt der Menschen ist so einfühlsam beschrieben, dass man selbst sofort und auf der Stelle aufbrechen möchte, um zu helfen. Sprache/Stil
Fesselnd, aber auch leicht und teilweise wirklich zum Schmunzeln. Besonders bei Dialogen zwischen den Freundinnen. Gut lesbare Sätze, keine Verschachtelungen, keine Wortwiederholungen. Keine Rechtschreib- oder Grammatikfehler, die mir sofort aufgefallen wären (ich habe aber auch „gierig“ gelesen :) ). Lediglich eine Kapitelüberschrift, nach der wir plötzlich im Jahr 2010 waren (eigentlich 2006, glaub ich, ist beim eBook schlecht nachzublättern), ist mir auch kein einziger Logikfehler aufgefallen. Sehr gutes Lektorat, mein Lob dafür.


Mein Fazit:
Wie schrieb eine Rezensentin: „Ich kann dieses Buch jedem absolut weiterempfehlen, es ist eine atemberaubende Geschichte, die man einfach gelesen haben muss.“ (Nicky, das warst ja DU! Quelle)
Das unterschreibe ich. Am Ende des Buches, mit dem Gefühl: „wie? Es ist zu Ende???“ stolperte mein Atem.


Gefühlvoll werden die Personen 15 Jahre lang begleitet, umrahmt von der deutsche Geschichte. 

Unbedingte Leseempfehlung und von mir gibt’s:


5 von 5 Hintern :)



Zur Autorin (Quelle: Amazon)
Emilia Licht, Jahrgang 1968, wuchs in einer brandenburgischen Kleinstadt auf. Ihre ersten Geschichten schrieb sie auf der Reiseschreibmaschine ihres Vaters. Nach abgeschlossener Berufsausbildung, Familienzeit und langen Jahren im Vertrieb entdeckte sie das Schreiben wieder für sich. Seit 2008 veröffentlicht sie Kurzgeschichten und Romane, in denen es meist um das Thema Nummer eins der Zwischenmenschlichkeit geht: Die Liebe.
Emilia Licht lebt in Dresden.
Besucht sie auf ihrer Homepage: www.emilia-licht.de
oder auf Facebook: http://www.facebook.com/EmiliaLicht

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen