Sonntag, 9. Februar 2014

Beim Leben meiner Schwester

©Piper, Amazon

Ist es klug, über ein Buch zu schreiben, wenn man noch völlig erfüllt, erledigt und verheult ist?

So ging es mir zuletzt bei „Ein ganzes halbes Jahr“ oder „Sarahs Schlüssel“.


Ich habe gerade das Buch „Beim Leben meiner Schwester“ aus der Hand gelegt, aber es beschäftigt mich sehr. Bestimmt bin ich die Letzte, die es gelesen hat, aber für die, die es noch nicht kennen sollten, der Klappentext von Weltbild:
Ohne ihre Schwester Anna kann Kate Fitzgerald nicht leben: Sie hat Leukämie. Doch als Anna 13 Jahre alt ist, weigert sie sich, weiterhin Knochenmark für ihre todkranke Schwester zu spenden. Für sie besteht kein Zweifel, dass sie nur geboren worden ist, um ihrer Schwester das Leben zu retten. Anna beginnt sich zu fragen, wer sie wirklich ist. Und sie beschließt nun, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen - ein Anwalt soll dafür sorgen, dass sie ihren Körper nie mehr für Kate zur Verfügung stellen muss.


Was für ein tapferes Mädchen, nein, beide sind unglaublich tapfer. Und sie haben nur sich. Die eine kleine Unsichtbare und die große Todkranke. Die Kleine lebensnotwendig für die Große. Und dann gibt es da noch Jesse, den Bruder, den Ältesten, wer sieht ihn eigentlich noch?

Dieses Buch beschreibt mit wunderschönen Worten, wie die beiden unsichtbaren Kinder die Aufmerksamkeit der Eltern gewinnen wollen. Bis zum Schluss denkt man das. Dann stimmt es nur noch fast und man wird atemlos beim Lesen.
Ich verstehe Anna so gut, noch besser aber Jesse. Oft habe ich gedacht und auch gelesen, wie schwer es für das „gesunde“ Geschwisterkind ist, immer an zweiter Stelle zu stehen. Oder wir bei Jesse sogar an dritter. Was für eine Gratwanderung für die Eltern und was für ein fast unlösbare Aufgabe, für alle gleich da zu sein.
 
Zum zweiten Mal in meinem Leben werde ich mir ganz bewusst den Film zum Buch ansehen, nachdem ich weiß, wer die Schauspieler sind. Ich kanns kaum erwarten.

Quelle dieser Bilder: Spiegel

hier gehts zum Trailer
Und wenn es wirklich jemanden gibt, der das Buch noch nicht gelesen haben sollte, dann lege ich es ihm oder ihr wirklich ans Herz.

Natürlich 5 von 5 Hintern

Kommentare:

  1. oh mann ... jetzt wo ich die Bilder zum Film sehe, weiß ich um was es geht ... den Film habe ich vor 1-2 Jahren oder so mal gesehen, wusste aber nicht, dass das von einem Buch abgeht... nunja. .. beim Film hatte ich damals schon geheult ... weiß auch das Ende nicht mehr so genau ... darum freu ich mich jetzt umso mehr auf das Buch (ob man da freuen sagen kann ? Hmmm) na wir werdens sehen, danke dir für den schönen Beitrag dazu ;)

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  2. Ich hab den Film gesehen und er war wirklich bewegend. Wurde die Mutter nicht von Cameron Diaz gespielt? Ich meine oft mit mir gehadert zu haben, ob ich die Mutter hassen oder lieben soll. Das war wirklich ganz großes Taschentuchkino.

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  3. oh ja.... ich wusste das auch nicht, sie hat die Löwenmutter ganz fantastisch gespielt. das Filmende ist aber ein ganz anderes als das Buchende, ich finde das Filmende besser :) also wenn man hier von gut reden kann. Ganz großes Taschentuchkino, da hast du Recht.

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